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Everybody's fine
Filmkritik So ganz nachzuvollziehen ist es nicht, dass "Everybody's fine" der große Kinoerfolg verwehrt blieb - hatte doch mit "About Schmidt" eine ähnliche Geschichte über den (unbeabsichtigten) Selbstfindungstrip eines Witwers (Hauptrolle: Jack Nicholson) hervorragend funktioniert. Frank (Robert De Niro) besucht vorfreudig seine drei übers Land verstreuten Kinder - und wird von ihnen abgewimmelt und abgespeist. Was zuerst herzlos scheint, entpuppt sich jedoch als (Ver)Schonung des Vaters. Die immer wieder ins Bild gerückten Telefonleitungen, die Frank einst herstellte und an denen er jetzt entlangreist, verkörpern einen Informationsfluss, von dem ihn die Kinder bewusst abschneiden. Derweil zieht ein Sturm namens Alice herauf, was vom griechischen Wort für Wahrheit abgeleitet ist - bittere Metapher dafür, dass Frank sich schon bald all seinen Lebenslügen stellen muss. "Everybody's fine" ist ein ästhetisch klug gestaltetes Roadmovie über Selbstbetrug und die Macht der Tabus. Den jeden Manierismus meidenden De Niro schickt Regisseur Kirk Jones durch seltsam menschenarme Städte und Straßen; es wird halt immer einsamer um einen, der stets redete, statt zuzuhören. Ein rührender, doch nicht rührseliger Film.(mw) Extras: Making-of, zusätzliche und erweiterte Szenen ![]() Regie Darsteller Genre TragikomödieBewertung ![]() Filmstart 22.7.2010Verleih Walt DisneyLand / Jahr / Länge USA 2009 100 Min.Medium DVD |

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