Kino Kiel
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Full Metal Village
Filmkritik Wacken. Ein Dorf mit 2 000 Einwohnern im ländlichen Schleswig-Holstein. Kühe, Kartoffeln, Sonntagskaffee - mehr gibt es hier eigentlich nicht. Doch einmal im Jahr ist Wacken mit seinem weltgrößten Heavy-Metal-Festival für 40 000 Hardrocker ein Wochenende lang der Mittelpunkt der Welt. Die Langhaarigen headbangen beim Eröffnungsauftritt der örtlichen Feuerwehrkappelle, grüßen die Rentner auf der Straße mit dem Satans-Zeichen, stellen sich brav zum Brötchenholen im Supermarkt an. Aber vor allem rütteln die ungewöhnlichen Gäste ein verschnarchtes Provinzkaff wach, machen aus den Dörflern eine starke Gemeinschaft - und geben ihnen einen Grund, stolz zu sein. Genau dieses bodenständige Gefühl der Heimat fasziniert die gebürtige Koreanerin Sung-Hyung Cho. Sie geht nah und mit liebevoller Geste an die Wackener heran. Ebenso geduldig wie staunend lässt sie sich von ihnen Tiere und Pflanzen, Träume, Sorgen und Alltag erklären - eine Offenheit, die dem Film durchaus unnötige Längen beschert. Sehr dicht hingegen ist die optische Umsetzung, hochglänzend und von einem spielfilmtypischen Schönheitsempfinden geprägt. "Full Metal Village" gewann als erster Dokumentarfilm den Max-Ophüls-Preis. Zu Recht, denn der Film zeichnet ein sensibles Porträt der etwas anderen und doch ganz normalen norddeutschen Provinz. (kab) ![]() Spielzeiten Regie Darsteller Genre DokumentationBewertung ![]() Filmstart 19.4.2007Verleih Zorro FilmLand / Jahr / Länge D 2006 90 Min. |

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