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Distanz
Filmkritik Ken Duken spielt den stillen Außenseiter in Thomas Siebens Debütfilm mit stoischer Gelassenheit und undurchdringlichem Blick. Daniel ist Gärtner im Botanischen Garten Berlin, spricht wenig und lebt zurückgezogen. Sein Hobby: Menschen töten. Wie der Titel es schon sagt, bleibt der Film auf Distanz zu seiner Hauptfigur; er verurteilt nicht und entschuldigt auch nichts - er beobachtet einfach. Nahe kommt man Daniel nur, wenn man seinen Blick durchs Fadenkreuz seines Gewehrs teilt und einen Jogger im Zielkreuz sieht, bevor Daniel abdrückt. Die angespannte Atmosphäre des Films verstärkt Sieben mit Parkszenen, die von Blätterrauschen untermalt sind oder mit der montonen Fernsehstimme, die durch Daniels Wohnung schallt. Den Bruch im Film bringt seine Arbeitskollegin Jana (Franziska Weisz). Trotz seines merkwürdigen Verhaltens verliebt sie sich in ihn, zieht sogar mit ihm zusammen und hält, ohne, das nachvollziehbar wäre warum, bis zum Allerletzten zum Mörder Daniel. Ein enttäuschendes letztes Drittel eines ansonsten vielversprechenden Films. (kat) ![]() Spielzeiten Regie Darsteller Genre DramaBewertung ![]() Filmstart 19.8.2010Verleih AV VisionenLand / Jahr / Länge D 2008 84 Min. |

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