// meinkinoprogramm
Suche // und
Gewinnspiele   Newsletter
zurück >

Mademoiselle Chambon


Filmkritik
Affären sind ein beliebtes Sujet des Kinos. Die Affäre der "Mademoiselle Chambon" jedoch ist weder verhängnisvoll noch von zügelloser Leidenschaft geprägt. Die einsame Lehrerin (Kiberlain) verliebt sich in den Handwerker und Familienvater Jean (Lindon), doch bis zum ersten Kuss vergeht eine halbe Ewigkeit. Regisseur Stéphane Brizé beobachtet das schüchterne Aufkeimen einer Liebe, die scheuen Blicke, das ratlose Kneten der Hände. Es wird wenig gesprochen in diesem Film, der das Schweigen aushält und der Stille zwischen den Wörtern nachspürt. Diese Tempoverschleppung funktioniert, weil Kiberlain und Lindon mit reduziertem, aber äußerst präzisem Spiel glänzen. Vieles bleibt Andeutung: der Bildungsunterschied zwischen der Lehrerin und dem Handwerker, die Leerstellen in beider Leben, die Schuldgefühle gegenüber der Ehefrau. Der Zuschauer bekommt keine Gefühlsschablonen geliefert, er muss schon selbst interpretieren. So erzielt dieser ungemein ruhige Film dann doch eine beunruhigende Wirkung. (arm)





Spielzeiten


Regie

Darsteller

Genre
Romanze

Bewertung


Filmstart
12.8.2010

Verleih
Arsenal

Land / Jahr / Länge
F 2009 101 Min.



Kino-Vorschau


Empfehlungen der Redaktion
Mammuth
Tragikomödie
Von Anfang an ist dieser Film im Unruhezustand, und das liegt nicht nur an der Handkamera:... >>
Mary & Max oder schrumpfen Schafe wenn es regnet?
Animation
Schneller, bunter und dreidimensionaler - so sieht die Zukunft des Animationsfilms... >>
Bal - Honig
Drama
Irgendwo im Nordwesten der Türkei in einer waldreichen Landschaft lebt Yusuf... >>
Rückkehr ans Meer
Drama
Nach seinem Fantasydebakel "Ricky" kehrt François Ozon zu alter Form zurück.... >>
Ich und Orson Welles
Drama
Es ist das Jahr 1937, am Broadway bereitet der junge Orson Welles seine Bühnenfassung... >>











meinKinoprogramm.de - Das Filmportal
©bunkverlag - kulturnews.de | Umagazine.de | meinKinoprogramm.de - Impressum | Mediadaten | Abo | Webtipps