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Parker
Filmkritik So langsam kommt man nicht umher, Jason Statham eines Minderwertigkeitskomplexes zu verdächtigen. Warum sonst spielt der Brite mit dem kantigen Schädel in jedem seiner Filme, von "Transporter" bis "Safe", den Allein-gegen-alle-Helden? Oder ist das ein Bruce-Willis-Syndrom? Als disziplinversessener Superdieb Parker stiehlt er in Taylor Hackfords Actionthriller nach den Krimis von Richard Stark nur von denen, die es sich leisten können, und tut nur denen Gewalt an, die es verdienen - was, nachdem Parker bei einem Coup reingelegt und fast umgelegt wird, ein paar Leute sind ... Überraschend ist, wie konsequent "Parker" sich dem Klischee und der totalen Erwartbarkeit hingibt. Alles, von dem man meint, dass es gleich gezeigt, gesagt oder getan wird, wird dann auch gezeigt, gesagt oder getan, von der coolen Antwort auf eine Todesdrohung über die Vogelperspektive aufs pastellfarbene Palm Beach bis zum Kopfschuss für einen Unbewaffneten. Dazu kommen eine peinliche Umdeutung der Figur Parker - in den Büchern ein Schweinehund - hin zu einem selbstgerecht-gerechten Moralapostel undActionklischees, die man sonst in Direct-to-Video-Produktionen sieht: der unbesiegbare Held, dumpfe, schwächliche und frauenbegrapschende Schurken, raubeinige Aufraggeber, fiese Hitmen mit gegelten Haaren, die hübsche, kleiderständerartige Freundin usw. Seltsam auch die Idee, Parker die Immobilienlady Leslie als Sidekick an die Seite zu stellen, die dem mordenden und stehlenden Berufsverbrecher einfach mal zur Hand geht, weil sie gerade Geld braucht. Die hauptberuflich als Popstar sowie Parfüm- und Modedesignerin reüssierende Jennifer Lopez spielt diesen Part wie zwischen zwei Terminen mit dem Personal Trainer und ihrer Stylistin. Und während Parker sich mit der Präzision (und der Suspense) eines Schweizer Uhrwerks an die flach wie Pappkameraden gezeichneten Betrüger ranpirscht, sie am Ende niedermacht und 75 Millionen abstaubt, bleiben auf dem Weg dahin die einzigen Zwischentöne die Geräusche von brechenden Knochen, auf Körpern aufschlagenden Fäusten und abgefeuerten Waffen. Dazu zwingt jemand einer Gitarre harte Rockriffs ab, die als Filmmusik schon außer Mode gerieten, als Jean-Claude van Damme noch ein veritabler Kinostar war. In seinem nächsten Film spielt Statham nach einem Skript von Sylvester Stallone (!) einen Mann, der es alleine mit allen aufnimmt. Und in dem Film danach auch. Was Bruce Willis wohl dazu sagt? Kann er Statham ja bei "The Expendables 3" mitteilen - einem Film über einige gegen alle. (vs) ![]() Regie Darsteller Genre ThrillerBewertung ![]() Filmstart 7.2.2013Verleih ConstantinLand / Jahr / Länge USA 2013 118 Min. |

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