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Herbstgold


Filmkritik
Sport hält jung, heißt es. "Herbstgold" beweist es. Alfred Proksch war schon bei den Olympischen Spielen 1936 dabei, heute ist er amtierender Weltmeister im Diskuswurf - der über 100-Jährigen! Der Film folgt dem Österreicher und kaum jüngeren 100-Meter-Sprintern und Kugelstoßerinnen, zeigt sie beim Training und im Wettkampf und dabei, wie sie immer wieder den inneren Schweinehund überwinden. Vor allem aber zeigt er eine Handvoll sympathischer und ehrgeiziger Menschen, die sich gegen das Altern stemmen, aber doch unabwendbar von den Jahren eingeholt werden. Das birgt viel Tragik, aber auch immer wieder Komik. Dazu nutzt Regisseur Jan Tenhaven - ohne seine betagten Protagonisten zu denunzieren - die Ästhetik moderner Sportdokumentationen: von der Extremzeitlupe bis zum Spannungsaufbau zwischen Training und Triumph. Sein Film ist auch ein Porträt der modernen Leistungsgesellschaft, in der sich alte Menschen einen Platz erkämpfen müssen. Dass sie dies mit Erfolg tun, macht "Herbstgold" zum Aufbauendsten, was Sport und Kino seit langem hervorgebracht haben. (to)





Spielzeiten


Regie

Darsteller

Genre
Dokumentation

Bewertung


Filmstart
8.7.2010

Verleih
Neue Visionen

Land / Jahr / Länge
D 2010 90 Min.





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